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Offizieller Deutschlandbesuch

Premierminister Alexander De Croo stattete Deutschland am 9. und 10. Mai einen offiziellen Besuch ab. Er führte bilaterale Gespräche mit Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzler Scholz. Neben den bilateralen Beziehungen mit dem Schwerpunkt Energie waren auch die Sicherheitslage in Europa und der Krieg in der Ukraine Gegenstand der Beratungen.

Dieser offizielle Besuch war das erste bilaterale Treffen von Premierminister De Croo mit seinem Amtskollegen Olaf Scholz in Deutschland, seit dieser im Dezember 2021 sein Amt als Bundeskanzler angetreten hat.

Die beiden Nachbarländer Belgien und Deutschland unterhalten intensive Beziehungen. Dies kommt in den engen wirtschaftlichen Verflechtungen zum Ausdruck. Deutschland ist Belgiens größter Handelspartner, Belgien seinerseits ist sechstgrößter Handelspartner der Bundesrepublik. Die belgischen Unternehmen in Deutschland und die deutschen Unternehmen in Belgien beschäftigen zusammen 130.000 Mitarbeiter.

Energiekooperation

Premierminister De Croo und Bundeskanzler Scholz sprachen unter anderem über eine Vertiefung der deutsch-belgischen Zusammenarbeit im Energiebereich. So arbeitet Belgien beispielsweise an der Verdoppelung seiner Kapazitäten für den Transport von Flüssiggas nach Deutschland, zudem wurden die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bei neuen Projekten in Deutschland erörtert.

Belgien und Deutschland wollen auch im Bereich der erneuerbaren Energien zusammenarbeiten. Mehr erneuerbare und mehr heimische Energie, macht Europa unabhängiger, eröffnet zudem neue wirtschaftliche Möglichkeiten und macht Energie auf nachhaltige Weise preisgünstiger.

Wasserstoff und Windenergie

Im Bereich Wasserstoff sehen Belgien und Deutschland viele Berührungspunkte für eine verstärkte Zusammenarbeit. Dies ergab auch ein Gespräch am runden Tisch mit Vertretern der belgischen und deutschen Energiewirtschaft. Belgien arbeitet derzeit an der Umsetzung seiner Wasserstoffstrategie. Dabei nimmt Deutschland eine strategische Rolle ein.

Darüber hinaus dürfte ein ehrgeiziger Ausbau der Offshore-Windkapazitäten dem Übergang zu mehr erneuerbaren Energien, größerer Energieunabhängigkeit und der Kohlenstoffneutralität deutliche Impulse verleihen.

Krieg in der Ukraine

Der Premierminister und der Bundeskanzler erörterten darüber hinaus, wie sie im europäischen Kontext weiterhin gemeinsam handeln können, um die negativen Auswirkungen von Putins Krieg für unsere Bürger und Unternehmen abzufedern. Die steigenden Lebenshaltungskosten stellen ein großes Problem dar und müssen neben den Sanktionen einen zentralen Platz bei den europäischen Konsultationen der kommenden Wochen einnehmen.