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Konzertierungsausschuss verschärft Präventivmaßnahmen angesichts der Omikron-Variante

Der Konzertierungsausschuss hat heute die epidemiologische Situation in unserem Land erörtert und stellt fest, dass sich die Omikron-Variante sehr schnell ausbreitet. Der Ausschuss rät daher zur Vorsicht und verschärft die Schutzmaßnahmen ab Sonntag, dem 26. Dezember.

Der Konzertierungsausschuss stellt fest, dass die Zahl der Infektionen zurückgegangen ist, wobei der Druck auf den Pflegesektor leicht abgenommen hat. Dennoch sind weiterhin 693 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. 

In der Zwischenzeit sieht sich unser Land, wie andere Länder auch, mit einer neuen Realität konfrontiert: dem schnellen Vormarsch der neuen Omikron-Variante, die bereits für 27 % der Infektionen in Belgien verantwortlich ist. Omikron ist weitaus ansteckender als die bisherigen Varianten und dürfte bis Anfang 2022 zur vorherrschenden Variante in unserem Land werden.

Aufgrund der hohen Infektiosität der Omikron-Variante ist äußerste Vorsicht geboten.

Bedeutung der Booster-Impfung

Impfungen sind nach wie vor der wichtigste Schutz gegen einen schweren Krankheitsverlauf infolge des Coronavirus, wobei insbesondere die Booster-Impfung einen zusätzlichen Schutz gegen die Omikron-Variante bietet. Fast vier von zehn Erwachsenen (37 %) haben bereits ihre Auffrischungsimpfung erhalten. Der Konzertierungsausschuss strebt an, dass alle Erwachsenen bis Ende Januar die Möglichkeit einer Auffrischungsimpfung erhalten.

Um die Ausbreitung von Omikron zu verlangsamen, die Auswirkungen auf die Krankenhäuser in Grenzen zu halten und die Wiedereröffnung der Schulen nach den Weihnachtsferien nicht zu gefährden, hat der Konzertierungsausschuss eine Reihe zusätzlicher Schutzmaßnahmen beschlossen, die ab Sonntag, dem 26. Dezember, in Kraft treten.

Schutzmaßnahmen

  1. Keine Lockerungen

Die derzeitigen Regeln, die der Konsultationsausschuss am 3. Dezember beschlossen hat, bleiben in Kraft, so unter anderem die Maskenpflicht (ab sechstem Lebensjahr), die Verpflichtung zur Telearbeit (mit maximal einem Arbeitstag vor Ort) und die Schließung des Gastgewerbes um 23.00 Uhr (keine Ausnahmen für Weihnachten oder Neujahr).

  1. Verbot von Veranstaltungen und Aktivitäten in Innenbereichen

Alle Massenveranstaltungen in Innenräumen sind untersagt. Dies gilt auch für Weihnachtsmärkte, Winterdörfer, kulturelle und andere Darbietungen sowie für Kongresse, die in geschlossenen Räumen stattfinden.

Innenräume im Kultur-, Fest- und Freizeitsektor müssen ebenfalls schließen. Ausgenommen hiervon sind:

  • Bibliotheken, Spielotheken und Mediatheken
  • Museen
  • Organisierte Aktivitäten, die auf die Bedürfnisse gefährdeter Gruppen ausgerichtet sind, insbesondere soziokulturelle Aktivitäten, Weiterbildungs- und Jugendaktivitäten mit professioneller Betreuung
  • Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Empfänge nur für Hochzeiten und Beerdigungen
  • Wellness-Zentren mit Sauna, Solarien, Whirlpools, Dampfbäder und Hammams

Kinos, Lasergames, Bowlingbahnen, Escape Rooms, Paintball-, Snooker-, Dart- und Billardzentren sowie Indoor-Trampolinparks müssen ebenfalls geschlossen bleiben.

Der Sportsektor bleibt offen, einschließlich Fitnesscenter und Schwimmbäder. Freizeitbereiche von Schwimmbädern und subtropischen Schwimmbädern müssen geschlossen bleiben, ebenso wie die Innenbereiche von Vergnügungsparks und Zoos. Sportcamps dürfen nur ohne Übernachtung durchgeführt werden.

  1. Strengere Regeln für Veranstaltungen im Freien

Für Veranstaltungen im Freien gelten strengere Regeln, um Menschenansammlungen zu vermeiden:

  • Verbot von Festzelten und anderen überdachten Besucherbereichen
  • Maximal ein Besucher pro 4 m2
  • Ab 100 Besuchern, Einbahnstraßenregelung mit separaten Ein- und Ausgängen 
     
  1. Sportveranstaltungen ohne Publikum

Die Anwesenheit von Zuschauern bei professionellen und nicht-professionellen Sportveranstaltungen und Trainingseinheiten ist sowohl in Hallen als auch im Freien verboten.

  1. Sicheres Shopping

Das Einkaufen ist mit maximal zwei Personen möglich (außer Minderjährigen aus dem eigenen Haushalt). Pro 10 m2 Verkaufsfläche ist ein Besucher erlaubt. Zwischen einkaufenden Kunden muss ein Abstand von 1,5 m eingehalten werden. Wenn die Verkaufsfläche größer als 400 m2 ist, muss eine angemessene Zugangskontrolle eingerichtet werden.

  1. Obligatorische Telearbeit

Die Arbeit im Homeoffice bleibt obligatorisch, ein Tag vor Ort pro Woche ist möglich.

  1. Sicheres Weihnachtsfest

Der Konzertierungsausschuss empfiehlt, die Zahl der Kontakte während der Weihnachtszeit weiterhin zu begrenzen und ermutigt die Durchführung von Selbsttests. Lüften Sie Ihre Innenräume und tragen Sie einen Mundschutz. Fühlen Sie sich krank? Dann bleiben Sie zu Hause.
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Angesichts der positiven Empfehlungen des Hohen Gesundheitsrates und des Beratenden Ausschusses für Bioethik fordert der Konzertierungsausschuss die Task Force für Impfungen auf, so bald wie möglich auf freiwilliger Basis mit der Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren zu beginnen.

Der Konzertierungsausschuss empfiehlt die Verwendung von FFP2-Masken für gefährdete Personen. Jüngste wissenschaftliche Studien scheinen zu belegen, dass sich die Omikron-Variante länger in der Luft hält als die früheren Varianten.

Der Konzertierungsausschuss wird die epidemiologische Situation in der ersten Januarhälfte erneut bewerten.