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Konsultationsausschuss senkt Alter für die Maskenpflicht, schränkt Aktivitäten in geschlossenen Räumen ein und beschließt Maßnahmen für den Schulsektor

Der Konzertierungsausschuss hat heute die epidemiologische Situation in unserem Land erörtert. Um den Druck auf den Gesundheitssektor zu verringern, wurde beschlossen, die Aktivitäten in Innenräumen einzuschränken, die Weihnachtsferien für Kindergärten und Grundschulen auf den 20. Dezember vorzuverlegen und in der Sekundarstufe auf Hybridunterricht umzustellen. Die Bürger werden auch gebeten, ihre sozialen Kontakte in Innenräumen so weit wie möglich einzuschränken.

Der Konzertierungsausschuss stellt fest, dass die Zahl der Infektionen nach wie vor steigt. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und die Belastung der Krankenhäuser haben weiter zugenommen. Vierzig Prozent der Intensivbetten sind derzeit mit Corona-Patienten belegt, wohingegen 220 Betten aufgrund von Personalmangel geschlossen werden mussten. Die Reproduktionsrate liegt immer noch über 1, was bedeutet, dass die Epidemie weiter voranschreitet und der Druck auf die Gesundheitsversorgung steigt.

Um die hohe Zahl der Infektionen zu verringern und den Druck auf den Pflegesektor so schnell wie möglich auf ein akzeptables Maß zu reduzieren, hat der Konzertierungsausschuss folgende Entscheidungen getroffen:

  1. Maskenpflicht ab dem sechsten Lebensjahr

Dort, wo das Tragen einer Schutzmaske vorgeschrieben ist, gilt dies ab dem sechsten Lebensjahr.

  1. Soziale Kontakte einschränken

Es wird dringend empfohlen, soziale Kontakte so weit wie möglich einzuschränken und sich vorzugsweise im Freien zu treffen. Die Verwendung von Selbsttests wird empfohlen.

  1. Kinder und Schulwesen

Die Weihnachtsferien für Kindergärten und Grundschulen beginnen bereits am 20. Dezember, also eine Woche früher.

Der Sekundarschulunterricht wird bis zu den Prüfungen in Hybridform organisiert. Für Schüler, die keinen Zugang zu digitalen Lernmitteln haben, kann innerhalb der Schule Fernunterricht angeboten werden.

Darüber hinaus treten ab 6. Dezember folgende Maßnahmen in Kraft, die das schulische Umfeld sicherer machen sollen:

  • In jedem Klassenzimmer und in Räumen, in denen sich viele Menschen aufhalten, müssen CO2-Messgeräte eingesetzt werden.
  • Einführung eines neuen Protokolls, dem zufolge eine Klasse geschlossen wird, sobald zwei Kinder infiziert sind
  • Allgemeine Maskenpflicht ab dem sechsten Lebensjahr
  • Verbot aller außerschulischen Aktivitäten
  • Den Eltern wird empfohlen, regelmäßig (Selbst-)Tests bei ihren Kindern durchzuführen.

Für den Kunstunterricht mit reduzierter Stundenzahl gelten die gleichen Regeln wie für den Unterricht in der Primar- und Sekundarstufe.

Für die am stärksten gefährdeten Schüler – insbesondere in Sonderschulen – wird Präsenzunterricht angeboten. Die weiteren Modalitäten werden von den Bildungsministern festgelegt.

Die Task Force Impfung wird angesichts der Bedeutung der Impfung für die epidemiologischen Herausforderungen im Bildungsbereich rasche Fortschritte bei der Impfung von Kindern unter 12 Jahren erzielen.

  1. Private Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen

Alle Aktivitäten und (organisierten) Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen sind bis auf Weiteres verboten, hiervon ausgenommen sind indes:

  • Sport
  • Zusammenkünfte zu Hause oder in einer kleinen Touristenunterkunft
  • Hochzeiten und Beerdigungen
  1. Öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen

Veranstaltungen mit mehr als 4 000 Besuchern sind ab Samstag, dem 4. Dezember, untersagt.

Ab Montag, dem 6. Dezember, sind Veranstaltungen, kulturelle und andere Darbietungen sowie Kongresse in geschlossenen Räumen nur noch unter den folgenden Bedingungen erlaubt:

  • maximal 200 Besucher
  • sitzendes Publikum
  • Maskenpflicht
  • Vorlage des Covid Safe Ticket ab 50 Besuchern

Kinos dürfen maximal 200 Personen pro Saal einlassen, sofern zwischen ihnen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten wird.

  1. Öffentliche Veranstaltungen im Freien

Der Konzertierungsausschuss erinnert daran, dass die Veranstalter für die Kontrolle des Personenflusses verantwortlich sind.

Der Ausschuss fordert die lokalen Behörden auf, diese Maßnahmen streng zu überwachen. Falls diese Maßnahmen nicht eingehalten werden können, muss eine Veranstaltung abgesagt werden.

  1. Telearbeit

Die Verpflichtung zur Telearbeit mit maximal einem Tag pro Woche am Arbeitsplatz besteht fort. Teambuildings und sonstige Feiern am Arbeitsplatz sind untersagt.

  1. Gastgewerbe

Die Öffnungszeiten sind auf den Zeitraum von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends begrenzt.

  1. Sportwettkämpfe in Hallen

Sportwettkämpfe in der Halle müssen ohne Zuschauer durchgeführt werden. Minderjährige Teilnehmer dürfen von zwei Erwachsenen begleitet werden.

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Diese Maßnahmen treten am Samstag, dem 4. Dezember 2021, in Kraft.

Der Konzertierungsausschuss wird die epidemiologische Situation in der Woche vom 20. Dezember erneut bewerten.

Der Konzertierungsausschuss verweist darauf, dass die Bürgermeister jederzeit die Verantwortung vor Ort tragen, Veranstaltungen, die ein epidemiologisches Risiko darstellen, nach Rücksprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden abzusagen.